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BEUCHTE UND DAS FUÞARK:
Runenreihe und Symbole auf der Spange von Beuchte

R. WYSS-Wolf

 

INHALT

1. Einleitung

2
 

2. Die Inschriften im Überblick

2
3. Die Lesung der ersten Zeile (Zeile A)
3
4. Die Lesung der zweiten Zeile (Zeile B)
9

3.1. Die Gestalt der 6. Rune

3

4.1. Der Personenname

9

3.2. ᛉ als Begiffsrune oder Teil des Fuþark-Zitates 

4

4.2. Die Deutung der Runenfolge

10

3.3 Die 6. Rune: z-Rune oder k-Rune?

6
5. Die Inschriften in ihrem außersprachlichen Kontext
11

3.3.1 Variation in der Gestalt von z-Rune und k-Rune

6
6. Wertung der Argumente und Folgerungen
11

3.3.2 Die z-Runen in den südgermanischen Inschriften

7
7. Anmerkungen
13

3.3.3 Die k-Runen in den südgerman. Inschriften und BEUCHTE

7
8. Bibliographie
13


1.   Einleitung

 

Von den rund 370 Runeninschriften im älteren Fuþark enthalten drei eine vollständige Runenreihe, dreizehn eine unvollständige.1 Acht davon werden auch von Wolfgang Krause in seinem Standardwerk von 1966 beschrieben.2 Sie beginnen meistens mit der f-Rune , und die Abweichungen in der Reihenfolge sind gering. Die vergoldete Silberspange oder Bügelfibel von BEUCHTE (Niedersachsen, Gemeinde Schladen), die im Jahre 1955 in der Nähe von Goslar gefunden worden ist, enthält eine der kürzesten dieser Reihen, eine oder zwei Begriffs- oder Symbolrunen sowie eine weitere Inschrift, die als Personenname gedeutet wird. lt eine der kürzesten dieser Reihen, eine oder zwei Begriffs- oder Symbolrunen sowie eine weitere Inschrift, die als Personenname gedeutet wird.

Krause datiert die Inschriften von BEUCHTE zwischen 550 u. 5603, nach späterem Befund  etwas früher (vor oder um 550).
Die Fibel sei zwischen 501 und 550 hergestellt worden.4

 

In diesem Aufsatz soll geprüft werden, ob die Runenreihe fünf Zeichen umfasst, wie bisher angenommen worden ist, oder ob die Rune, die darauf folgt, auch dazu gerechnet werden kann. Es ist also zu erwägen, ob die 6. Rune eindeutig als z und damit wie das folgende Zeichen (j) als Symbolrune zu deuten ist, oder ob auch die Lesung k, also die Fortsetzung der Runenreihe, möglich ist.

 

Als Ansatz zur Untersuchung dienen eine genaue Beschreibung der 6. Rune und ein Vergleich dieses Zeichens mit z- und k-Runen in der zeitlichen und geographischen Nachbarschaft. Auch die Formen anderer Runen der Spange können helfen, die Frage zu beantworten. Es ist auch zu erörtern, ob eine Z-Rune auf diesem Gegenstand überhaupt zu erwarten ist.

 

Weiter wird  auf die Bedeutung der z-Rune als Symbol eingegangen und erwogen, wie wahrscheinlich bei der Spange von Beuchte mit symbolischer Bedeutung zu rechnen ist. Dabei spielt natürlich eine Rolle, welchen Sinn der Runenmeister selbst der ganzen Inschrift überhaupt zugedacht hat. Die Frage steht im Raume, ob die Inschriften als Widmung an eine lebende Frau oder als Bannformel gegen eine Tote zu verstehen sind. Dabei muss auch der außerschriftliche Kontext einbezogen werden.

 

2.   Die Inschriften im Überblick

Die Runen sind von einem geschickten Meister mit sicherer Hand sauber in die Spange geritzt worden, und zwar auf die R&uu;ckseite der Kopfplatte. Die Stäbe sind lang im Verhältnis zur Breite der Runen, so dass diese schlank wirken. Die beiden Stäbe der u-Rune treffen sich genau, die Zweige anderer Runen gehen exakt vom Stab aus oder nicht weit davon entfernt. Die Schrift ist leicht nach rechts geneigt, einheitlich, doch ohne starr zu wirken. Eine gewisse Ausnahme von der Regel bildet die Z-Rune.

Die erste Inschrift auf der Spange wird in der Literatur fast durchgehend mit fuþarzj umgeschrieben, die Runen scheinen recht eindeutig zu sein. Einzig Krause hegt Zweifel und setzt unter die Transliteration z einen Punkt.

Die andere Inschrift lautet buirso. Krause nimmt irrtümliche Vertauschung zweier Runen an und fasst die Zeichenfolge als einen Personennamen Buriso auf. Krause vermutet, dass Buriso der Name des Runenritzers ist. 5 Syrett und Grønvik glauben in der Schreibung einen frühen Niederschlag des i-Umlauts zu erkennen, vielleicht also schon mit Synkope nach langer Silbe: /by:rso/ < /by:riso/ bzw. /by:irso/ < /bu:irso/ < /bu:riso/. 6  Nedoma lehnt diese Deutung ab und fasst die Vertauschung  der Runen als Anagramm auf (s.u.).7  

 

3.   Die Lesung der ersten Zeile (Zeile A)

3.1. Die Gestalt der sechsten Rune

Die sechste Rune in der ersten Inschrift fällt in ihrer Gestaltung ziemlich ab. Sie wird bis jetzt einhellig als z-Rune aufgefasst, und das Gebilde hat in der Tat ungefähr die Form ; doch ist der Stab hier nicht durchgezogen, was sonst auf dieser Spange stets der Fall ist. Da im Fuþark an dieser Stelle die k-Rune zu erwarten ist, können wir uns fragen, ob wir es hier vielleicht mit einer solchen zu tun haben. Dann würde nur die j-Rune als Symbolrune übrig bleiben.

Beuchte (Zeile A)

Die Spange von Beuchte mit Fuþark-Zitat
http://titus.uni-frankfurt.de/didact/idg/germ/beuchte.jpg (01.06.2010)

Diese Rune weist zunächst einen stumpfen Haken von etwa 150 Grad auf, und die beiden Schenkel erreichen zusammen ungefähr die Länge der vorangehenden Runen. Der untere Schenkel ist ungefähr senkrecht, parallel zu den Stäben der andern Runen, der obere nach rechts oben geöffnet. Der obere Schenkel berührt den unteren und geht nur leicht über den Scheitel hinaus. Was gemeinhin als Fortsetzung des Stabes gesehen wird, ist eher ein Zweig und setzt nicht dort an, wo sich die beiden Schenkel des Hakens berühren, sondern ist deutlich nach rechts versetzt und berührt den oberen Schenkel des Hakens nicht. Selbst der Zweig, der nach links oben weist, setzt rechts vom Scheitel des Hakens an und berührt ihn auch nicht. Das ist zwar auch bei den Zweigen der f-Rune der Fall; doch diese hat einen sauber durchgezogenen Stab, und die Zweige setzen an der Stelle an, wo wir es erwarten: unweit der Mitte des Stabes und im oberen Viertel.

Düwel erklärt die merkwürdige Form der Rune damit, dass der Ritzer der ᛉ-Rune eine Beschädigung der Oberfläche geschickt umgangen habe.8 Nach der Photographie der Inschrift bei KJ zu urteilen, wäre es aber ziemlich leicht gewesen, den Schadstellen auszuweichen und den Stab der ᛉ-Rune durchzuziehen, ohne abzusetzen.

Eine ausführliche Beschreibung liefert sonst nur Krause (Zitat), der es, wie bereits erwähnt, nicht für eindeutig hält, wie die fragliche Rune zu lesen ist. In seiner Würdigung braucht er zweimal das Wort „wohl“, entscheidet sich dann aber doch für die Lesung als z. Er meint, diese Rune sei „stark entstellt“, und man „möchte an dieser Stelle eine k-Rune erwarten“, doch entspreche das Zeichen keiner der bekannten k-Formen.9 Auf die ersten fünf Runen der Runenreihe folgten demnach zwei Runen, die als Symbolrunen zu deuten seien.

Gut zehn Jahre später übernimmt Opitz die Lesung von Krause samt dem Punkt unter dem z ohne Kommentar und folgt in der Deutung der beiden Zeilen Krause.
Odenstedt nennt die 6. Rune mißgestaltet.10 Nedoma spricht in seinen Personennamen
von Fuþark(-Zitat) und (unklare[r]) Sequenz zj“, geht aber nicht näher darauf ein.

3.2 als Begriffsrune oder Teil des Fuþark-Zitates

Andere Funde mit Runenreihen legten Krause den Schluss nahe, dass auch der abgekürzten Runenfolge fuþar in Zeile A eine magische Bedeutung zugedacht sei, dazu träten die Runen ᛉ z *algiz ‚Elch’, ‚Abwehr’, und j *jeran ‚(gutes) Jahr’: Die Spange solle also für den Trüger wie ein Amulett wirken, ihn vor Gefahr schützen und ihm Glück bringen.11. Düwel und Heizmann bekräftigen, dass die magische Bedeutung von Fuþark-Inschriften ebenso für unvollständige Reihen, also Fuþark–Zitate gelte, wenn auch „Vollständigkeit und Ordnung der Runenschrift prinzipiell zu deren unverzichtbaren Charakteristika gehören“. Sie kommen aber zum Schlusse,  dass die Inschriften auf der Spange von BEUCHTE erst nach dem Tode der Trägerin eingeritzt worden seien und diese bannen, d.h. in ihrem Grabe festhalten sollten.12

Arntz führt den Namen der Rune auf Zwillingsgötter in Elchsgestalt zurück, von deren Kult Tacitus erwähnt und die dieser alcīs nennt. Vielleicht symbolisiert die Spiegelrune ж, in welcher Arntz die älteste Form der z-Rune erkennt, ein Doppelgeweih. Im Germanischen seien dann *algiz 'Elch' und *alhiz 'Heiligtum' (ahd. alah, ae. alh) zusammengefallen. Daraus leitet Arntz die Symbolbedeutung ‚göttlicher Schutz‘ ab.13

Die Symbolrunen ᛉ z  und j verstärken nach Krause diese Zauberwirkung und sollen „besondere Wünsche ausdrücken“. Die Spange solle also für die Trägerin wie ein Amulett wirken, sie vor Gefahr schützen und ihr Glück bringen. Damit geht Krause davon aus, dass die Spange mit den Runen zu Lebzeiten getragen wurde. Aufgrund der Platzierung der Zeile B mit dem Namen Buriso an anderer Stelle auf dem Fibelkopf, im rechten Winkel zu Zeile A, nimmt Krause an, dass der Runenmeister seinen Namen „vielleicht auf Wunsch der Besitzerin der Spange“ erst später angebracht hat.14 Düwel bringt das Fuþark-Zitat jedoch mit Totenbrauch in Beziehung. Die Totenruhe solle nicht gestört werden und die Tote daran gehindert werden, als Wiedergängerin zurückzukehren.15 Dazu unten mehr. (4.2)

Die z-Rune tritt im älteren Fuþark nicht allzu häufig als Begriffsrune auf. Neben BEUCHTE nennt Krause nur drei Inschriften: LINDHOLM (KJ 29), SKABERSJÖ (DR 263) und „vielleicht“ NYDAM (KJ 19). Ein spektakuläres Beispiel ist das Amulett von LINDHOLM, wo die z-Rune, so wie die n- und t-Rune, gleich dreimal hintereinander eingeritzt ist und die *ansuz-Rune gleich achtfach auftritt. Die bereits genannte gängige Deutung vertritt Krause allerdings mit Vorbehalt: „Ihre kultisch-magische Bedeutung ist unklar, möglicherweise in dem Sinnbezirk ‚Abwehr’ zu suchen.“16. In den südgermanischen Inschriften kommt die z-Rune überhaupt nur in der unvollständigen Fuþarkreihe auf der Marmorsäule von BREZA aus dem 6.Jh. vor (KJ 5) sowie eventuell eben auf der Spange von BEUCHTE.

Nach Nedoma ist die ‚Besenrune’ z in der südgermanischen Überlieferung „ein ‚totes’ Zeichen, da der Lautwert /ɹ/</z/, den sie bezeichnet, im Voralthochdeutschen schon im sechsten Jahrhundert mit altem /r/ zusammengefallen ist. Beweis dafür ist der Frauenname von WEINGARTEN I (KJ 164), alirguþ = vorahd. Alirgunþ, von ca. 560-600.17 Für das Voraltsächsiche, dem BEUCHTE wohl schon aus geographischen Gründen zuzuordnen ist, fehlt allerdings ein Beleg: Außer BEUCHTE gibt es eben keine altsächsischen Runeninschriften. 

In den Fuþarkreihen wird die z-Rune allerdings weiter mitgeschleppt, wohl wegen der magisch-kultischen Dimension des Fuþarks. Es stellt sich allerdings die Frage, ob durch die Marginalisierung des Zeichens nicht auch der Symbolwert einer einzelnen z-Rune verloren ging oder zumindest geschwächt wurde. Die Begriffsrune z tritt sonst im älteren Fuþark, wie oben ersichtlich, nur in nordischen Inschriften auf. In den südgermanischen Inschriften ist vielleicht auch BEUCHTE nur ein vermeintliches Beispiel. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es insgesamt immer noch sehr wenige südgermanische Runeninschriften gibt, um die 80, und alle mit Kurztexten.

Die Begriffsrune j kommt in den südgermanischen Inschriften  wie ᛉ z nur einmal vor. Krause erwähnt im skandinavischen Bereich STENTOFTEN (KJ 96, DR 357) und SKODBORG (DR BR 8). Doch der Laut, den die Rune vertritt, ist natürlich nicht verschwunden, wie schon nhd. Jahr beweist. Allerdings liefert außer BEUCHTE die Bügelfibel BEZENYE A den einzigen Beleg für j: godahid / unja = Godahi(l)d (w)unja. Er wird dem Langobardischen zugeordnet.18

3.3 Die 6. Rune : z-Rune oder k-Rune?

3.3.1 Variation in der Gestalt von z-Rune und k-Rune

Im Folgenden wird das Inventar der südgermanischen Runen besichtigt. Wir können dazu auf Nedomas Auflistung zurückgreifen.19 Anschließend wird geprüft, ob auf Krauses Urteil, für die 6. Rune in Zeile A fänden sich keine Entsprechungen bei den andern südgermanischen k-Runen, zurückzukommen sei.  

3.3.2 Die z-Runen in den südgermanischen Inschriften

Die z-Rune ist in den südgermanischen Inschriften selten belegt, so dass Vergleiche nur sehr beschränkt möglich sind, doch erscheint sie stets mit durchgezogenem Stabe. Die Halbsäule von Breza zeigt die Form ᛉ, die im älteren Fuþark vorherrscht. Einen weiteren möglichen Beleg bietet die Scheibenfibel von Balingen; allerdings ist die Rune beschädigt und nicht ganz sicher zu lesen. (KJ 302) Der Stab jedenfalls ist durchgezogen. Die Inschrift der Spange von Charnay wird dem Ostgermanischen zugewiesen; die z-Rune ist eine Spiegelrune mit doppeltem Zweigpaar. Ähnlich ist die z-Rune auf der Scheibenfibel von BALINGEN (KJ 160).

Auch sonst begegnet uns die z-Rune in den Inschriften im älteren Fuþark stets mit durchgezogenem Stabe. In der Form gibt es einige Variation: Auf der Steinplatte von Kylver findet sich die z-Rune mit den Zweigen nach unten, sonst herrscht die Form vor. Da im Nordgermanischen /z/ (>/R/) lange als von /r/ und /s/ verschiedener Laut gerade auch in Endungen erhalten blieb, finden sich die meisten Z-Runen natürlich in nordgermanischen Inschriften.

Die Schwierigkeit der Deutung für BEUCHTE ergibt sich aus der Tatsache, dass es bisher keinen anderen südgermanischen Fund gibt, der die z-Rune außerhalb einer vollständigen oder abgekürzten Fuþark-Reihe aufweist, eben weil der Laut in den Flexionsendungen jedenfalls bereits abgefallen und wohl auch sonst schon geschwunden war.

3.3.3 Die k-Runen in den südgermanischen Inschriften und BEUCHTE

Die k-Rune weist eine größere Formenvielfalt als die meisten andern Runen auf. In ihrer ältesten Gestalt hat sie wie die ing-Rune keinen Stab und ist nur halb so hoch wie die andern Runen. Der Haken kann nach rechts oder links geöffnet sein oder Dachform haben: < / > / ^ .

Bald tritt die k-Rune auch mit einem Stab auf; der Haken entfällt dann und wird durch einen Zweig ersetzt, der von der Mitte nach oben oder unten führt.20 Dazu kommen Spiegelformen und weitere spätere Sonderentwicklungen.

In den südgermanischen Inschriften ohne BEUCHTE, die von Krause erfasst sind, kommt die k-Rune insgesamt nur mindestens zehnmal und, einschließlich der unsicheren Belege,  höchstens siebzehnmal vor.21   

Was uns hier beschäftigt, sind die k-Runen, welche mit der 6. Rune von BEUCHTE vergleichbar sind. Es handelt sich um die folgenden:

  • ᚴ NORDENDORF II (KJ 152), UM 550, Rune 10. Lesung unsicher.
       GRIESHEIM, (OP 20), 567-600Rune I,1
  • < (in voller Zeilenhöhe) WESERRUNEN (OP 153), α, 3 und βII,1
  • > (in gut ¾ Zeilenhöhe) Scheibenfibel von BÜLACH  (KJ  165)

Bei der Scheibenfibel von BÜLACH fällt auf, dass der Winkel der k-Rune gut ¾ der Höhe der benachbarten i-Rune erreicht. Mit BEUCHTE stimmt der stumpfe Winkel überein: Der nach links gerichtete Haken ist weit offen, etwa 150 Grad. Der Winkel ist im Gegensatz zu jenem von BEUCHTE leicht gerundet.22  

NORDENDORF II und GRIESHEIM23 weisen die sonst (jüngere) nordische Form ᚴ auf, also mit durchgezogenem Stabe.

Die Sonderfälle sind durchaus vergleichbar. Sie haben mit BEUCHTE die volle oder annähernd volle Zeilenhöhe gemeinsam, BÜLACH außerdem die große Winkelöffnung und NORDENDORF II sowie GRIESHEIM den Stab. Die oben (S. 2) beschriebene 6. Rune von BEUCHTE, Zeile A, ist wohl doch ein k und vermutlich folgendermaßen entstanden: Zuerst ritzte der Runenmeister eine k-Rune in voller Zeilenhöhe, aus gestalterischen Gründen ausgerichtet auf die übrigen Runen. Dabei aber entstand der Eindruck, das Zeichen stehe schief, und das muss dem ästhetischen Empfinden des Meisters widersprochen haben. Deshalb ergänzte er den senkrechten Teil des Hakens mit einer (gebrochenen) Fortsetzung nach oben zu einem Stabe. Das Gebilde blieb aber in Schieflage, so dass sich der Runenmeister dazu entschloss, mit einem Zweig nach links die Rune ins Gleichgewicht zu bringen. An eine Verwechslung mit der z-Rune dachte er dabei nicht, weil diese hier im Fuþark an der falschen Stelle gestanden hätte und weil sie außer in Runenreihen und Fuþark-Zitaten zu seiner Zeit nicht mehr verwendet wurde, da sie keinem Laute mehr entsprach.

Eine genaue Entsprechung zu dieser Runenform ist bis jetzt zwar nicht gefunden worden, doch sie ist eine Spiegelrune zur oben erwähnten Form ᚴ. Sie kann auch mit der nordenglischen Form verglichen werden, die velares /k/ im Gegensatz zu palatalisiertem bezeichnet.24 Damit ist nicht gemeint, dass BEUCHTE und die englischen Sonderformen entwicklungsgeschichtlich zusammenhängen; vielmehr geht es darum, dass beide Formen Entfaltungsmöglichkeiten der k-Rune darstellen.  

Mit dieser Erklärung ist die 6. Rune der Zeile A kein unbeholfen geritzter Fremdkörper mehr in den beiden sonst gestalterisch ansprechenden Inschriften von BEUCHTE.

 


4.  
Die Lesung der zweiten Zeile (Zeile B)

4.1. Der Personenname

Die zweite Zeile ist in einem rechten Winkel zur ersten eingeritzt. Die Runenfolge ist eindeutig, sie lautet in der Umschrift buirso. Krause liest die Folge als männlichen Personennamen Būriso. Dieser ist ein ἅπαξλεγόμενον in den altgermanischen Sprachen, doch führt Krause mehrere Zusammensetzungen von Personennamen mit bur- als Bestimmungswort auf deutschem Gebiet auf, wie Burhard und Burolf, sowie Kurznamen mit bur- und einer Ableitung, wie Buro und Buring.25 26  

 

Beuchte (Zeile B)
Spange von Beuchte - Rückseite

Nedoma bezeichnet Būriso als Kurznamen, gebildet aus dem ahd. und ae. belegten Wort būr‚ (kleines) Haus, Wohnung, Vorratskammer‘ und dem Suffixkombinat *is-an- . Er verweist auf ähnliche Bildungen von altgermanischen Personennamen, wie urn. hariso , HIMLINGØJE 1 (KJ 9), (~ 3. Jh.), mit Vorderglied harja- > hari- ‚Heer‘, und westgot. Vitiza (7./8.Jh.), mit der Wurzel *vidi- ‚Wald‘, zu ahd. witu, ae.  widu, wudu , aisl. viðr.27    

4.2. Die Deutung der Runenfolge

Krause geht von einer Verwechslung der Runen i und u aus28; darum spricht er wohl auch von „einem wenig geübten Künstler“29, was allerdings meinem Eindruck widerspricht. Opitz folgt wiederum Krause kommentarlos.30

Krause vermutet in Buriso den Namen des Runenritzers. Diese Auffassung hat sich durchgesetzt. 31

Wie bereits erwähnt, sehen Syrett und Grønvik in der Runenfolge buirso einen frühen Beleg für den i-Umlaut. Grønvik stützt seine Deutung mit dem Hinweis auf den Stein von TANEM (KJ 89, um 500), dessen Inschrift erhaltenes u im Auslaut „nach langer plus schwächer betonter Silbe“ aufweist und in welcher seiner Meinung nach ein Beleg für i-Epenthese vorliegt; die Runenfolge mairl ƞu deutet er als [ma:irliƞu] oder [mæ:irliƞu].32    

Die Frage, ob die erste Lautverschiebung so früh angesetzt werden kann, ist umstritten. Nedoma lehnt Grønviks These ab mit dem Argument, dass Allophone kaum ihren Niederschlag in den Runeninschriften fanden. Erst wenn der Lautwandel phonemisch relevant sei, finde er seinen Niederschlag in der Schreibung. Im Althochdeutschen wird allein der Primärumlaut von a, der die Phonemgrenze zu altem ë überschreitet, auch in der Schreibung vom Ausgangslaut unterschieden. Zudem werde die in Buriso anzusetzende Synkope vom Ahd. nicht bestätigt. 33

Grønviks These ist durch Nedomas Einwand ernstlich in Frage gestellt, wenn auch nicht völlig widerlegt. Es gibt zwar Gesetzmäßigkeiten in den Runeninschriften, aber auch viele Idiosynkrasien, und es könnte ja sein, dass der eine oder andere Runenmeister auffällige Erscheinungen in der Lautung seiner Sprache auch schriftlich festhalten wollte. Es ist auch nicht nachzuweisen, ob der i-Umlaut im Altsächsischen alle Vokale gleichzeitig erfasste oder gestaffelt. Die Synkope ist schwieriger zu verteidigen; man müsste annehmen, dass der Runenmeister auf eine Wiederholung der i-Rune verzichten wollte; doch damit würde man sich auf das Feld der Spekulation begeben.   

Nedoma widerspricht sowohl Krause als auch Grønvik und deutet die Vertauschung der r- und i-Rune als Anagramm. Der Runenmeister verstellt seinen Namen, um sich mit dem άσημον όνομα davor zu schützen, dass die begrabene Frau als Wiedergängerin Macht über ihn bekomme.   Damit wird Krauses Deutung auf den Kopf gestellt. Die Spange ist dann keine Liebesgabe mit einer Widmung mehr, mit guten Wünschen und der Unterschrift des Gebers. Vielmehr ist also Nedoma der Auffassung, die Runen seien erst nach dem Tode der Frau eingeritzt worden. Für die Vorstellung, dass die Kenntnis eines Namens Macht über den betreffenden Menschen gibt, gibt Nedoma dann auch einige Belege. 34

Nedomas Deutung der Namensschreibung trifft sich also mit Düwels Auffassung, das Fuþark-Zitat sei eine Grabbannungsformel.35

 

 

 5. DIE INSCHRIFTEN IN IHREM AUßERSPRACHLICHEN KONTEXT

Nach Düwel weist die Fibel zwar deutliche Abnutzungsspuren auf, die Inschrift jedoch wirkt sehr frisch. Er erklärt das damit, dass die Inschrift erst nach dem Tode der Frau angebracht worden sei und eine Bannformel darstelle, welche die Tote in ihrem Grabe festhalten solle. 36 Dabei bezieht er auch den religionsgeschichtlichen Hintergrund ein. Er verweist auf die Inschrift niut ual kum[b]ls auf dem Stein von GØRLEV, die dort zusammen mit dem (kompletten) jüngeren Fuþark steht und eine Bannformel darstellt.37 Allerdings lässt sich der Stein von GØRLEV mit seinem umfangreichen Text nur sehr bedingt mit der Spange von BEUCHTE vergleichen. Es ist auch offen, ob der Gedenkstein ursprünglich überhaupt ein Grabstein war.

  

6. Wertung der Argumente und Folgerungen

Die 6. Rune der Zeile A ist wohl doch besser als fuþarkj zu lesen. Sie besteht dann aus den sechs ersten Runen der Fuþark-Reihe und der Begriffsrune j ‚gutes Jahr’. Damit verschwindet die Rune z ‚Abwehr, Schutz’, die hier nicht in ein Fuþark-Zitat passt, als Zeichen f¨r einen Lautwert, der im Voralthochdeutschen fehlt, und als Begriffsrune ‚Abwehr, Schutz’ ohnehin in ihrer Bedeutung zweifelhaft und wenig belegt ist.  

Krauses Deutung, die Inschrift mache die Spange zum Amulett, ist mit Nedomas Deutung des Ritzer- und wohl auch Gebernamens als Anagramm und mit Düwels Bezug auf die Verwendung des Fuþarks im Totenbrauchtum nicht widerlegt. Dass die Inschrift frisch wirkt, während die Fibel sonst deutliche Abnutzungsspuren aufweist, beweist nicht, dass sie nach dem Ableben der Trägerin angebracht worden ist. Die erwähnte Datierung der Fibel und der Inschrift lassen die Möglichkeit offen, dass es sich um ein Erbstück handelt. Die Runen können durchaus zu Lebzeiten der Frau angebracht worden sein, nachdem die Spange schon einige Zeit getragen worden ist. Dass die Inschrift kaum abgenützt ist, lässt sich dadurch erklären, dass sie äußeren Auswirkungen viel weniger ausgesetzt war als die Außenseite.

Die Runeninschrift steht auf der Rückseite der Spange. Wenn die Frau zu Lebzeiten im Besitze der Fibel war, trug sie die schützenden Zeichen und den Namen ihres Mannes oder Liebhabers unsichtbar für andere an ihrem Leibe. Wenn eine Tote von den Lebenden ferngehalten werden sollte, warum sollte dann die j-Rune die erste Inschrift ergänzen und ‚ein gutes Jahr’ wünschen? Auf dem Stein von GØrleV steht der Name dessen, der das Denkmal gesetzt hat, offen und ohne Verstellung. Wenn der Runenmeister von BEUCHTE sich durch anagrammatische Verfremdung vor der Toten oder irgendwelchen dunkeln Mächten glaubte schützen zu müssen, warum zeichnete er dann überhaupt mit seinem Namen? Das Anagramm ist ja ziemlich durchsichtig.

Wenn es eine Schutzfunktion haben sollte, so schützte es vielleicht neben dem Geber auch die Beschenkte. Eine Spange gibt ein Mann nicht irgendeiner Frau, sondern einer Geliebten oder der Gattin. Wahrscheinlich galt auch im sechsten Jahrhundert die Konvention, dass Liebesbeziehungen mit einer gewissen Diskretion behandelt wurden. Außerdem ist bei dem Runenmeister, wenn unsere Annahme von der Entstehung der außergewöhnlichen k-Rune stimmt, auch mit einem gewissen Spieltrieb zu rechnen. Er scheint ein sicheres ästhetisches Empfinden mit der Bereitschaft zu kreativen Lösungen zu verbinden.

Am Ende ist wohl Krauses Deutung der Spange als Amulett die richtige. Der gute Wunsch, den die j-Rune bedeutet, passt nicht zu einem Bannspruch in einem Grab. Die Lesung der 6. Rune als k entlastet uns von dem Zeichen z, welches an dieser Stelle der Inschrift wie ein Fremdkörper wirkt. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Inschrift von BEUCHTE zwar zu den südgermanischen Denkmälern gerechnet werden darf, geographisch und ethnisch aber doch ziemlich isoliert dasteht und dass deshalb vieles Spekulation bleiben muss. Wir können nur auf weitere Funde aus altsächsischem Gebiet hoffen, um vielleicht auch die Inschriften von BEUCHTE besser zu erhellen.

 
 

 7. Anmerkungen

1.     Düwel/Heizmann 4-15, 45.

2.     Krause/Jankuhn 10-29.

3.     Krause/Jankuhn 29.

4.     Nedoma, Personennamen 261. Die b-Rune ist typisch für südgermanische Inschriften. Die Spange wurden in einem kleinen Gräberfeld bei Beuchte in Niedersachsen gefunden. Nach Krause und Niquet (Krause/Niquet 87 und 93, zusammengefasst von Meli (Meli 94), weisen die Spange und die Grabausstattung typologisch eine Mischform aus Kennzeichen verschiedener Regionen dar.

5.     Krause/Jankuhn 28.

6.     Syrett 183 und Grønvik 34.

7.     Nedoma, Personennamen 262

8.     Düwel, Runenkunde 18

9.     Krause/Jankuhn 26-7.

10.  Opitz 13, 181. Odenstedt

11.  Krause/Jankuhn 27-8.

12.  Düwel/Heizmann 34.

13.  Arntz 211-4. Arntz verweist auf Rosenfeld H., „Die vandalischen Alkes ‚Elchreiter’, der ostgermanische Hirschkult und die Dioskuren. GRM 28 (1940), 254-88.

14.  Krause/Jankuhn 27-8.

15.  Düwel, Runenkunde 18

16. Krause/Jankuhn 28.

17. Nedoma, Schrift und Sprache 119.

18. Krause/Jankuhn 308-10.

19. Nedoma, Schrift und Sprache 116-7.

20. Der Stab könnte auch als (senkrechte) Verlängerung des einen Schenkels verstanden werden. S. dazu auch Seebold, bes. 461, 488 und 563. Odenstedt, der 10 k-Runen berücksichtigt, sagt, es gebe in den südgermanischen Inschriften nur kleine k-Runen, im Gegensatz zu Skandinavien, wo nach 500 nur k-Runen in voller Größe, also mit Stab, vorkämen. Er berücksichtigt aber eben die von Nedoma aufgelisteten langen k-Runen nicht und zählt das etwas strittige Beispiel auf der Fibel von BÜLACH zu den kurzen k-Runen. (Odenstedt 48). Looijenga (Looijenga 140) nennt für die Form neben Nordendorf II und Griesheim auch Hailfingen (KJ 159), die aber von Nedoma Nedoma, Schrift und Sprache 117) ausgeschlossen wird, weil sich ihre „‚Runizität’“ bei einer gemeinsamen Autopsie an der Eichstätter Tagung von 2003 als „äußerst fraglich“ erwiesen habe.

 

21.  Verzeichnis der Belege:

1. KJ

FUNDORT

NR. IN KJ

ANZAHL BELEGE

BREZA

5

1

AQUINCUM

7

2, evtl. 3

FREILAUBERSHEIM

144

1

NORDENDORF II

152

1 ?

HEILBRONN

153

1 ?

WINKA

155

1

BALINGEN

160

1 ?

BÜLACH

165

1 ?

BEZENYE

166

1 ?

 

2. OP (zusätzliche Belege)

FUNDORT

NR. IN OP

ANZAHL BELEGE

GRIESHEIM

20

1

RUBRING

37

1 ?

WEINGARTEN

53

1 (Binderune)

ARGUEL (Fälschung?)

S. 52

1 ?

WESERKNOCHEN / WESERRUNEN (wohl echt)

153

2 ?

 

22.  Die Inschriften von BÜLACH sind in der Qualität der Ritzung jenen von BEUCHTE deutlich unterlegen. Die linksläufige Runenfolge c.3-5 wird gewöhnlich mik ‚mich’ gelesen, wenn auch mit Vorbehalt. Die als ik gelesenen Zeichen 4 und 5 könnten für sich genommen gerade so gut als u aufgefasst werden, doch wird ftmik durch die Deutung als fat mik ‚fass mich’ als Teil einer Liebesinschrift nahegelegt.
Nedoma liest Zeile I „unzweifelhaft“ als frifridil und hält Zeilen II und III für teilweise unklar und insgesamt undeutbar. Er liest II du III lft d/m i/u und kann oder will somit in Zeile 3 kein nach links offenes k erkennen. Das ist vertretbar; der Ermessensspielraum ist groß. (Nedoma, Personennamen 298)

23.  Opitz 174; Nedoma, Schrift und Sprache 119.

24.   Diese Sonderform für velares /k/, die nach der Durchführung des i-Umlautes im Altenglischen wohl schon bald in phonemischer Opposition zu /c/, /ç/ oder bereits /tʃ/ stand, findet sich auf den Gedenksteinen von Great Urswick und Thornhill III (besprochen und abgebildet in Page, English Runes 150-152) sowie auf den Hochkreuzen von Bewcastle und Ruthwell.

25.  Krause/Jankuhn 28.

26.  Antonsens Deutung von Buriso als Frauenname wird verworfen, weil die urgerman. Endung *–ō von Feminina der ō-Klasse im Vor-Ahd. zu –a  geworden war. (Nedoma, Personennamen 264)

27.  Nedoma, Personennamen 263-4.

28. Krause/Jankuhn 28.

29.  Krause/Jankuhn 26.

30.  Opitz 10.

31.  S. Fußnote 25.

32.  Grønvik 33 und 35.

33.  Nedoma, Personennamen 262-3.

34.  Nedoma, Personennamen 262.

35.  Düwel/Heizmann 34.

36.  Düwel, Runenkunde 18.

37.  Düwel/Heizmann 34.


8. Bibliographie

1. Nummern der Inschriften in umfassenden Darstellungen

KJ = Krause, Wolfgang und Herbert Jankuhn. Die Runeninschriften im älteren Futhark. I. Text, II. Tafeln. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1964.

OP = Opitz = Opitz, Stephan. Südgermanische Inschriften im älteren Fuþark aus der Merowingerzeit. Freiburg (Burg-Verlag) 1977.

DR = http://runer.ku.dk/Default.aspx?page=1  (4.6.2010)

2. Übrige Literatur

1.     Arntz = Arntz, Helmut. Handbuch der Runenkunde. Bonn (Lempertz). 2007 (Reprint der 2. Aufl.: Halle (Niemeyer) 1944.

2.     Arntz, Helmut und Hans Jänichen. „Neue Runeninschriften aus Württemberg.“ In: Fundberichte aus Schwaben, N. F. 14 (1957), 117-131.

3.     Bammesberger, Alfred (ed.). Old English Runes and their Continental Background. Anglistische Forschungen 217, Heidelberg (1991).

4.     Bammesberger, Alfred und Gaby Waxenberger (eds.). Das Fuþark und seine einzel­sprach­lichen Weiterentwicklungen (RGA, Ergänzungsband 51). Berlin u. Neu York (De Gruyter) 2006.

5.     Düwel/Heizmann = Düwel, Klaus und Wilhelm Heizmann. „Das ältere Fuþark: Überlieferung und Wirkungsmöglichkeiten der Runenreihe.“ In: Bammesberger, Alfred und Gaby Waxenberger (eds.). Das Fuþark und seine einzel­sprach­lichen Weiterentwicklungen (RGA, Ergänzungsband 51). Berlin u. Neu York (De Gruyter) 2006, 3-60.

6.     Düwel, Runenkunde = Düwel, Klaus. Runenkunde. Stuttgart und Weimar (Metzler) 2008.

7.     Grønvik =Grønvik, Ottar. Untersuchungen zur älteren nordischen und germanischen Sprachgeschichte. (Osloer Beiträge zur Germanistik 18). Frankfurt a. M. (Lang) 1998. 

8.     Krause/Jankuhn = Krause, Wolfgang und Herbert Jankuhn. Die Runeninschriften im älteren Futhark. I. Text, II. Tafeln. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1964.

9.     Krause/Niquet = Krause, Wolfgang und Franz Niquet. „Die Runenfibel von Beuchte, Kr. Goslar. Mit Beiträgen von Gerhard Heberer und Wilhelm Völksen.“ In: Nachr. Akad. Wiss. Göttingen, phil.-hist.Kl. Nr. 5 (1956), 81-124.

10.  Looijenga = Looijenga, Jantina Helena. Runes Around the N Sea and on the Continent AD 150 to 700; Texts and Contexts. Groningen (SSG Uitgeverij) 1997. . http://www.scribd.com/doc/7905158/Runes-Around-the-N-Sea-and-on-the-Continent-AD-150-to-700-Thesis (2010.05.28). 

11.  Looijenga, Tineke. Texts and Contexts of the Oldest Runic Inscriptions. Leiden (Koninklijke Brill) 2003.  http://www.scribd.com/doc/7905158/Runes-Around-the-N-Sea-and-on-the-Continent-AD-150-to-700-Thesis (2010.05.28)

12.  Lüthi, Katrin (2004). "Von Þruþhild und Hariso: Alemannische und ältere skandinavische Runenkultur im Vergleich" in Naumann, Hans-Peter. Alemannien und der Norden, , pp. 318–339.

13.  Meli = Meli, Marcello. Alamannia Runica: Rune e cultura nell’alto medioevo. Verona {Libreria Universitaria} 1988

14.  Naumann, Hans-Peter. Alemannien und der Norden. Internationales Symposium vom 18.-20. Oktober 2001 in Zürich. (RGA, Ergänzungsband 43). Berlin u. Neu York (De Gruyter) 2004.

15.  Nedoma, Schrift und Sprache = Nedoma, Robert. ‚Schrift und Sprache in den südgermanischen Runeninschriften.’ In: Bammesberger, Alfred und Gaby Waxenberger (eds.). Das Fuþark und seine einzel­sprach­lichen Weiterentwicklungen (RGA, Ergänzungsband 51). Berlin u. Neu York (De Gruyter) 2006, 109-156.

16.  Nedoma, Personennamen  = Nedoma, Robert. Personennamen in südgermanischen Runeninschriften. Heidelberg 2004.

17.  Nowak, Sean. Schrift auf den Goldbrakteaten der Völkerwanderungszeit: Untersuchungen zu den Formen der Schriftzeichen und zu formalen und inhaltlichen Aspekten der Inschriften. Göttingen 2003. http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/2003/nowak/  (2010.06.01).

18.  Odenstedt = Odenstedt, Bengt. On the Origin and the Early History of the Runic Script: Typology and Graphic Variation in the Older Fuþark (Acta Academiae Regiae Gustavi Adolphi 59). Uppsala 1990.

19.  Opitz = Opitz, Stephan. Südgermanische Inschriften im älteren Fuþark aus der Merowingerzeit. Freiburg (Burg-Verlag) 1977.

20.  Page, English Runes = Page, R[ay] I[an]. An Introduction to English Runes. Woodbridge (Boydell Press) 1999.

21.  Page, R(aymond) I(an). Runes. Reading the Past, Vol 4. London (British Museum Press) 1987.

22.  Seebold = Seebold, Elmar. ‚Die Stellung der englischen Runen im Rahmen der Überlieferung des älteren Fuþark. In: Bammesberger, Alfred (ed.), Old English Runes and their Continental Background. Heidelberg (Winter) 1991.

23.  Syrett = Syrett, Martin. The Unaccented Vowels of Proto-Norse. (NOWELE Supplement vol. 11) Odense (Odense UP) 1994.